Neue Infos aus dem HOTPEC

Auch in Kamerun geht das Corona-Virus um. Und natürlich trifft es auch dort die Ärmsten am heftigsten. So auch das von uns unterstützte HOTPEC-Waisenhaus.
Und es ist auch nicht so, dass die Unruhen im englischsprachigen Teil Kameruns, in dem das Waisenhaus nahe der Stadt Buea liegt, durch die Corona-Krise verschwunden wären.

Noch Ende letzten Jahres war es etwas ruhiger, die Schule hatte wieder begonnen und die Universität setzte ihre Arbeit fort. So konnten am 20.12.2019 vier Studenten und Studentinnen aus dem HOTPEC ihr Bachelor – Diplom entgegen nehmen. Mama Beatrice, die Leiterin des Waisenhauses hat sich sehr herzlich bei MAHZUKAM bedankt, da auch unsere Spenden diesen Erfolg möglich machten.

Corona und die Unruhen machen es uns nicht möglich, derzeit das Waisenhaus persönlich zu besuchen. So findet unserer Kommunikation hauptsächlich über WhatsApp statt.

Anfang Februar – noch vor Corona – sollten Kommunalwahlen in der Südwestregion stattfinden, was die Separatisten jedoch verhindern wollten. So wurden Buea und andere Städte wieder zu Ghosttowns erklärt.Das Waisenhaus musste wieder einmal Vorräte beschaffen, damit die Bewohner überleben konnten.
Schon im Januar 2019 haben sie eine kleine Farm in der Nähe gemietet. Später haben sie dann mit unserer finanziellen Hilfe zwei Hektar eigenes Ackerland gekauft, um unabhängig zu sein.

Viele Leute haben die Südwestregion verlassen, so auch die Techniker, die die Solaranlage reparieren sollten. Viele Dinge sind sehr schwer zu arrangieren und die Leute kämpfen hart im HOTPEC, um zu überleben. so sind teilweise bis zu 115 Menschen im Waisenhaus, die alle versorgt werden müssen.
MAHZUKAM unterstützt deshalb weiter das Waisenhaus mit finanziellen Mitteln.

Corona trifft Waisenhaus besonders hart

Vorräte werden angelegt
Medikamente

Ausgangssperren und Schulschließungen, alles was wir kennen, findet auch in Afrika statt. Dazu kommt in der Gegend von Buea der Beginn der Regenzeit und damit verstärkte Aktivitäten der Moskitos. Im Waisenhaus waren einige Kinder an Malaria erkrankt und mussten ins Krankenhaus. Auch mussten Medikamente aus Douala besorgt werden, weil man sie in Buea nicht mehr kaufen konnte.
Deshalb mussten sie Vorräte anlegen, um die Zeit der Ausgangssperre durchzustehen. Auch hier haben wir mit Geld geholfen.

Der Ofen ist fertig

Zum Trocknen der Fische

Endlich kamen die Backsteine an, um den Ofen in der neuen Küche fertigzustellen. Damit kann jetzt energiesparender gekocht werden, als auf einem offenen Feuer.
Dazu kam noch ein kleiner Trockenofen, um Fisch zu trocknen. Damit können die Fische aus den Teichen für längere Zeit haltbar gemacht werden.